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Letztes Spiel der Saison – Derby, Drama und ein Schiri, der nie kam

Letztes Spiel der Saison. Die RED LIONS empfangen zum Rückspiel die starken DYNAMO ALBISRIEDEN – jene Mannschaft, gegen die man im Hinspiel eher unsanft Bekanntschaft mit der Realität gemacht hat. Ein Derby also: Goldküsten-Jungs gegen Stadtzürcher. Die grosse Frage des Morgens: Können die RED LIONS mit einem Sieg in die Sommerpause gleiten?


Nun ja – im Eishockey gilt bekanntlich: Nichts ist unmöglich. Selbst wenn der Gegner auf dem Papier vielleicht eine Klasse stärker ist. Also trifft man sich optimistisch, motiviert und ein bisschen verschlafen auf der KEK. Ein letztes Mal in dieser Saison früh aufstehen. Ein letztes Mal für längere Zeit schnüren gute Freunde gemeinsam die Schlittschuhe, um zwei Stunden Hockey, Schweiss und vor allem viel Spass zu erleben.


Der Start ins Spiel ist allerdings… sagen wir: suboptimal.


Es fehlt ein entscheidendes Element.


Der Schiedsrichter.


Kurze Ratlosigkeit auf der Spielerbank. Fragende Blicke. Was ist passiert? Hat der Wecker versagt? Hat Google Maps ihn nach Bäretswil statt nach Küsnacht geschickt? Nach kurzer telefonischer Detektivarbeit kommt die ernüchternde Erkenntnis: Termine funktionieren besser, wenn man sie auch tatsächlich in den Kalender einträgt.


Also gut. Plan B: Eishockey ohne Schiri. Wird schon irgendwie gehen.


Eine alte Eishockey-Weisheit bewahrheitet sich jedoch auch an diesem Morgen: Ändere niemals deine Routinen. Wirklich niemals. Sobald irgendetwas anders läuft als gewohnt, wird es gefährlich.


Und so kommt es, wie es kommen muss. Die Konzentration der RED LIONS ist stellenweise so löchrig wie ein besonders gut gereifter Schweizer Emmentaler. Kleine Unaufmerksamkeiten reichen – und gegen eine starke Mannschaft wie DYNAMO ALBISRIEDEN liegt man schneller hinten, als man “Goal!” rufen kann.


Doch aufgeben? Nicht mit den RED LIONS.


Es wird um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Während die Dynamo-Spieler im Angriff wie eine perfekt geölte Maschine durch die Defensive wirbeln, kommen sie immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen. Zu viel Platz, zu viel Tempo, zu viele gute Schüsse.

In der zweiten Hälfte drehen die RED LIONS aber nochmals auf. Die Chancenverwertung verbessert sich merklich, und auch auf ihrer Seite fallen einige sehr schöne Tore. Der Kampfgeist stimmt, der Einsatz auch.


Am Ende geht das Spiel dennoch relativ deutlich verloren. Die Revanche bleibt also aus.

Aber eigentlich ist das auch nur die halbe Geschichte.


Denn Eishockey spielt man nicht nur, um zu gewinnen – sondern auch, um gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Und genau so endet diese Saison: mit einem gemütlichen gemeinsamen Mittagessen. Sogar der verletzte Renzo schaut noch vorbei, damit das Team für den Saisonabschluss komplett ist.


Ein letzter gemeinsamer Moment.


Und kaum ist die Saison vorbei, beginnt schon das Wichtigste im Amateurhockey:Vom nächsten Winter zu träumen.

Saison 26/27 – wir kommen. 🦁🥅🏒



 
 
 

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